GWT – kein JSF wie Andy Bosch es haben will…

Danke Andy für dein Kommentar. Freut mich, dass dich mein provokanter Titel in die Session gezogen hat – das war Absicht. :-) Und es freut mich um so mehr, dass Du dir die Zeit genommen hast, ein Kommentar zu schreiben. Also auf gehts, möchte kurz auf dein Kommentar eingehen:

Um jedoch ehrlich zu sein: Ich finde die Ansätze von GWT durchaus interessant, allerdings bleibe ich doch bei meiner gewohnten JSF-Entwicklung.

Klar… :-)

Ich befinde mich im Web und programmiere auch dort. Warum muss ich das zwanghaft zu verbergen versuchen?

Was meinst du mit verbergen? Und was meinst du mit du programmierst im Web? Sowohl GWT als auch JSF definieren ein Komponentenmodell und abstrahieren von der klassischen request/response Entwicklung. Sowohl bei JSF als auch GWT hat der Entwickler wenig Kontakt mit den ursrpünglichen Web-Technologien (wann habe ich das letzte mal ein Tree von Hand in HTML geschrieben?)-

So gesehen programmierst Du nicht im Web, oder ich habe dich falsch verstanden. Weder JSPs noch das Facelets-XML sind im eigentlichem Sinne Web-Technologien, diese werden nämlich vom W3C definiert…

Auch bietet mir GWT meiner Meinung nach nicht wirklich neuartige Antworten auf Dinge, die ich in JSF nicht genauso gut lösen könnte (nur eben anders).

Das stimmt nicht. Ich kenne beide. Du nicht. Aussage gegen Aussage. ;-)

Auch in JSF gibt es einen großen und sehr guten Komponentenmarkt, der mir die Details von Html und JavaScript versteckt.

Und genau hier greift eines meiner Kritikpunkte: JSF ist kein Produkt, nur ein Standard. Die Komponenten sind teilweise inkompatibel zueinander, haben unterschiedliche Programmiermodelle, etc.

Auch habe ich keine Antwort gefunden, warum ich von einem Standard wie JSF weggehen sollte, nur um eine proprietäre und nicht standardisierte API zu verwenden.

Ja, JSF ist ein Standard. Ich weiss noch, wass ich von dem EJB Standard gewonnen habe: 3 Mal die Anwendung portieren. Bei JSF sieht es auch nicht besser aus – oder kannst du unter Websphere einfach so beliebige Komponenten und JSF Implementierungen laufen lassen? Was bringt mir da der Standard? Trägheit?

Sicherlich ist Google mit seiner Marktstärke durchaus in der Lage, auch einen eigenen “Standard” in die Welt zu setzen, aber ich setze eher auf die im Java-Umfeld etablierten Standardisierungsprozesse wie den JCP (trotz aller Kritik an ihm).

Kann ich nachvollziehen und als Argument stehen lassen. Ich habe mich mehr den technischen und konzeptionellen Themen in meiner Session gewidmet.

Eine Entscheidung, welches Framework man zukünftig nutzen möchte, muss jedoch jeder selbst treffen.

Genau. Daher ist eine Gegenüberstellung der unterschiedlichen Webframeworks um Java Umfeld mit Sinn und Verstand wichtig. Ob man dann andere Frameworks einsetzt, oder nur daraus lernt – das wird die Zeit zeigen.

Für mich war die Session sicherlich dahingegend hilfreich, um mehr über GWT zu erfahren. Aber auch, um für mich die Frage beantworten zu können, ob GWT wirklich das bessere JSF ist oder der Titel einfach nur etwas provokant gewählt wurde.

Der Titel war erstens provokant und zweitens eine Fragestellung. So wie es aussieht habe ich es genau richtig gewählt – es hat dich in die Session gelockt und dich zum nachdenken gebracht. :-)

Aber, ein paar Fragen habe ich an Dich…

  • Was ist wenn weder JSF noch GWT ein Standard wären? Würdest du dann mit JSP/ Servlets entwickeln?
  • Was ist wenn Struts der Standard geworden wäre? Wa würdest du dann nehmen?
  • Was ist wenn ich GWT benutze, um bessere JSF Komponenten zu schreiben

Würde mich freuen, von dir zu hören!

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