Make the Web a better place

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Mit dem Google Web Toolkit (GWT) soll ein Java- Entwickler schnell in die Lage versetzt werden, JavaScript/Ajax-Anwendungen zu schreiben. Die Nachfrage ist groß, und immer mehr Projekte sollen mit JavaScript im Browser dem Trend des Web 2.0 folgen: von intelligenter Validierung über Drag-and-Drop bis hin zu Mashups mit Google Maps. Der Browser hat sich zur beliebtesten Anwendungsplattform entwickelt, die User Experience ist hier das Schlüsselwort.

Seitdem das Google Web Toolkit [1] auf der JavaOne 2006 vorgestellt wurde, erfreut sich das Projekt immer größerer Beliebtheit. Was aber ist GWT? Kurz: eine Technologie bzw. ein Framework, mit dem JavaScript-Webanwendungen erstellt werden können. Das Besondere am GWT-Entwicklungsprozess ist nicht das Ergebnis, sondern die Vorgehensweise: Der Entwickler schreibt die gesamte Webanwendung in Java (kein HTML, kein JavaScript). Der Trick besteht darin, den Java-Quelltext nach JavaScript zu übersetzen, sodass die Vorgehensweise das Nutzen aller Fähigkeiten der IDE wie das Refactoring und Debuggen im clientseitigen Code ermöglicht. Das GWT Framework bietet ein grafisches UI-Komponentenmodell, ein Modularisierungskonzept, eine fragmentarische Java-Runtime-Emulation, ein API zur Manipulation der Browser-History, eine eigene RPC Implementierung, Internationalisierung und noch einiges mehr. Hier Googles Leitspruch für GWT:

„GWT‘s mission is to radically improve the web experience for users by enabling developers to use existing Java tools to build no-compromise AJAX for any modern browser” [2].

Frei übersetzt bedeutet das eine radikale Verbesserung bei der Verwendung von Webanwendungen (für den Endanwender). Bestehende Java-Werkzeuge sollen eingesetzt werden, um ohne Einschränkungen AJAX-Anwendungen auf beliebigen Browsern zu entwickeln.

Es ist schon beeindruckend, was sich hinter dieser neuen Technologie verbirgt. Aber es ist von Google … Schon seit einiger Zeit hat Google das Image des sauberen kleinen Start-ups verloren. Google ist groß, Ziele und Mittel teilweise umstritten. An dieser Stelle erst einmal eine Entwarnung – auch wenn Google drauf steht, ist kein Google drin. Durch die Verwendung von GWT werden keinerlei Dienste von Google (außer GWT selbst) verwendet. Google hat natürlich nichts dagegen, wenn sich immer mehr Produkte bei anderen Google-Technologien bedienen – zum Beispiel Google Search oder Google Maps. Wenn die Hemmschwelle hier bislang bei den nötigen JavaScript-Kenntnissen lag, so ist diese mit GWT letztendlich behoben worden. Auch für JSF gibt es bereits Komponenten, die das Verwenden von Google JavaScript APIs erleichtern:

„Naturally, GWT is also a great way to easily take advantage of the latest and greatest Google APIs and browser enhancements, such as Google Gears” [3].

GWT ist heute einsatzbereit: Es ist seit Version 1.3 unter der Apache License 2.0 veröffentlicht und seit Version 1.4 trägt GWT nicht mehr den Zusatz „Beta“ im Namen. Die aktuelle Versionsnummer lautet 1.4.61 und kann von der
GWT-Homepage in Google-Code heruntergeladen werden. Das GWT-Team
arbeitet gerade an der neuen Version 1.5. Wichtigste Neuerung, an der aktuell gearbeitet wird, ist die Unterstützung der bei Java 5.0 neu eingeführten Sprachelemente wie Annotations und Generics, denn aktuell wird lediglich der Sprachumfang von Java 1.4.2 unterstützt. Die unterstützten Browserplattformen des Projekts sind im Augenblick die aktuellen Versionen des Microsoft Internet Explorers, Firefox, Opera und Safari.

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