Sinnvolle Anwendung des Konstruktivismus

Konstruktivistische – mediengestützte Lehr-/ Lernszenarien sind vor allem für schlecht strukturierte und komplexe Lerninhalte geeignet (Vgl.: s.u.). Sie unterstützen Lernen durch integrierte Repräsentation und Darstellung multicodaler Informationen bei komplexen dynamischen Zusammenhängen in Form von Text, Abbildungen, Grafiken, Animationen, Videosequenzen, Simulationen und Programmbeispielen.

Mediengestützte, konstruktivistische Lernumgebungen fördern zudem die Repräsentation multipler Perspektiven bzw. Kontexte und schaffen Möglichkeiten zu aktiver Konstruktion von Wissen durch gestalt- und veränderbare Lernumgebungen.

Ein sinnvoller Einsatz von neuen Medien ist immer in solchen Fällen gegeben, in denen das Lernen am konkreten Objekt mit natürlichen Hindernissen, ethischen Problemen oder zu hohen Kosten verbunden ist. Denken Sie nur an die Ausbildung von Medizinern. Eine multicodale, bildhafte Darstellung von Praxis-situationen, die Simulation und Darstellung von Organen, die Möglichkeit, ohne ernsthafte Folgen Untersuchungen und Behandlungen am Simulationsobjekt vorzunehmen, schaffen einen echten Mehrwert gegenüber herkömmlichen Lehr-/ Lernszenarien.

Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung konstruktivistischen Lernens mit neuen Medien ist die @link{Selbstlernkompetenz|20} und die Fähigkeit zur metakognitiven Selbststeuerung beim Lernenden.

(Vgl. Tergan, Sigmar-Olaf (1997): Hypertext und Hypermedia: Konzeption, Lernmöglichkeiten, Lernprobleme, in: Issing, Ludwig J., Klimsa, Paul (Hrsg.). Information und Lernen mit Multimedia, Weinheim, Beltz)

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