Lernen

“Haltet eurem Zögling keine weisen Reden, er muß durch Erfahrung klug werden.”

Im radikal-konstruktivistischen Sinne kann Lehren nicht im Sinne einer gezielten Vermittlung von Wissen erfolgen. Autopoietische, selbstreferentielle kognitive Systeme können nur pertubiert, d.h. gezielt gestört werden. Die ausgelöste Veränderung wird dabei von der Struktur des pertubierten Systems determiniert (vgl. Maturana, Varela 1987).

Auch in weniger radikalen Ansätzen steht die Förderung von Eigenaktivität, die aktive Rolle des Lernenden im Vordergrund. Der Lehrende erzeugt nicht mehr das Wissen in den Köpfen der Schüler, sondern er ermöglicht den Prozess des selbständigen Lernens und damit die Bildung neuer oder veränderter kognitiver Strukturen.

Wir können nach Kersten Reich 3 Arten konstrutivistischen Lernens unterscheiden:

  • Konstruktion:
    Die Konstruktion neuer Wirklichkeiten, die Aneignung von Wissensbeständen und Bedeutungen
  • Rekonstruktion:
    Der Rückgriff auf überlieferte Wirklichkeitskonstruktionen (Kulturelle Traditionen, Religiöse Überzeugungen, wissenschaftliche Erkenntnisse…)
  • Dekonstruktion:
    Infragestelltung, Verwerfung verfestigter Überzeugungen (Konstrukte). Änderung der Sichtweisen.

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